Ist hartes Wasser gesund?

In einem harten Trinkwasser ist der Gehalt an den beiden Mineralstoffe Kalzium und Magnesium besonders hoch. Trinkwasser hat jedoch in der Regel bei der Versorgung des Menschen mit Mineralstoffen lediglich eine ergänzende Funktion. Die Hauptaufgabe des Wassers ist die Flüssigkeitszufuhr, und dafür ist es bestens geeignet. Der Bedarf an Mineralstoffen wird in Deutschland überwiegend durch feste Nahrung (einschließlich Milch) gedeckt. So sind Käse, Milch und Milchprodukte die wichtigsten Kalziumlieferanten. Vollkornbrot und andere Vollkornprodukte, Bananen und Gemüse versorgen uns gut mit Magnesium.

Was tun bei kalkhaltigem Trinkwasser?

Kalkhaltiges Trinkwasser wird meistens dann im Haushalt ein Thema, wenn es erhitzt wird. Kalzium und Magnesium "fallen aus" und lagern sich als Kalkstein zum Beispiel in Kaffeemaschinen oder Warmwasserbereitern ab.
Folgende Tipps helfen, die Auswirkungen eines kalkreichen Wassers abzumildern:

  • Kalk- oder Kesselstein fällt in nennenswertem Umfang immer erst dann an, wenn das Wasser über 60°Celsius erhitzt wird. Dieses Wissen können Sie vorbeugend nutzen und den Gerätekalk in seine Schranken verweisen. 
  • Warmwasserbereiter und Boiler sollten Sie möglichst nur in der "Energiesparstufe" betreiben.
  • Beim Waschen reichen Temperaturen bis 60° Celsius häufig vollkommen aus. Die Kochwäsche ist, genau wie die Vorwäsche, meist entbehrlich. 
  • Beim Spülen in der Maschine genügen oft ebenfalls Temperaturen unter 60°Celsius, um ein einwandfrei sauberes Geschirr zu erhalten. Auf das Vorspülen können Sie in der Regel verzichten. 
  • Zum Entkalken von Kaffeemaschine, Wasserkessel, Wasserkocher, Tauchsieder und anderen Haushaltsgeräten benötigen Sie keine teuren Entkalker. Den gleichen Zweck erfüllt Zitronensäure oder Essig. 
  • Störende Wasserflecken und Kalkablagerungen an Armaturen, auf Wannen, Spül- oder WC-Becken lassen sich leicht mit einem in Essig oder Zitronensäure getränkten Lappen entfernen. Wer Armaturen nach der Benutzung abtrocknet, verhindert das Entstehen von Kalkflecken. 
  • Viele Teefreunde schätzen weiches Wasser fürs "Teekochen". Doch auch hartes Wasser lässt sich, falls Sie sich für eine kräftige Teesorte entscheiden, gut für die Zubereitung der aromatischen Blätter verwenden. Infrage kommen unter anderem Assam-Tees, wie sie beispielsweise für die "Englische Mischung" oder die "Ostfriesische Mischung" verwendet werden. In Teegeschäften berät man Sie gerne, welcher Tee für unser Trinkwasser geeignet ist. Wenn Sie die Teesorte nicht wechseln wollen, können Sie Ihr Trinkwasser auch mit einem Tischwasserfilter enthärten. 
  • Die meisten Waschmittel enthalten meist bereits einen Enthärter. Wenn Sie entsprechend den Hinweisen des Herstellers dosieren, brauchen Sie vor Gerätekalk keine Angst zu haben.